Ich warte...: Leni Behrendt 28 - Liebesroman Leni Behrendt

ISBN:

Published: January 20th 2015

Kindle Edition

121 pages


Description

Ich warte...: Leni Behrendt 28 - Liebesroman  by  Leni Behrendt

Ich warte...: Leni Behrendt 28 - Liebesroman by Leni Behrendt
January 20th 2015 | Kindle Edition | PDF, EPUB, FB2, DjVu, talking book, mp3, RTF | 121 pages | ISBN: | 3.13 Mb

Es fror, daß es knackte. Sehnsüchtig schauten die Menschen, die an der stattlichen Villa vorüberhasteten, nach den Fenstern, die hellen Lichtschein nach draußen warfen. Traulich schimmerte es durch die dickbereiften Äste der Bäume des Vorgartens, undMoreEs fror, daß es knackte. Sehnsüchtig schauten die Menschen, die an der stattlichen Villa vorüberhasteten, nach den Fenstern, die hellen Lichtschein nach draußen warfen.

Traulich schimmerte es durch die dickbereiften Äste der Bäume des Vorgartens, und Musik, die gedämpft bis zu den Schauenden hinüberwehte, ließ vermuten, daß glückliche Menschen dort ein Fest feierten. Eben bog ein Auto von der Straße ab, fuhr durch das geöffnete Tor und hielt vor dem Portal des Hauses. Die Menschen hatten es gut! Die brauchten an diesem eiskalten Januarabend nicht zu Fuß zu gehen, sondern konnten es sich im geheizten Wagen wohl sein lassen. Wer es doch auch so gut haben könnte! Mißmutig hasteten die frierenden Straßenpassanten weiter und dachten neiderfüllt darüber nach, wie ungerecht das Leben doch die Glücksgüter an die Menschen verteilte- sie vergaßen, daß nicht alles Gold ist, was glänzt.

Es pflegt ja nicht jede glänzende Hülle auch einen glänzend blanken Kern zu bergen -, denn unter so manchem elegantem Frack und unter manch einer berauschenden Toilette schlägt ein sorgenumdüstertes Herz. Jedenfalls hätten die Unzufriedenen mit den Bewohnern der Prachtvilla wohl nicht getauscht, hätten sie geahnt, welche schwere Sorge sie bedrückte.

Dann wären sie zufriedener in ihre bescheidenen, teils sogar recht behaglichen Heime zurückgekehrt und dem Lenker aller Geschicke dankbar gewesen, daß ihre Sorgen und Nöte im Vergleich doch kleiner waren. In der Villa des Bankiers Brotterling war nämlich unter der glänzenden Hülle alles morsch, und das Schicksal, das bereits die Faust drohend erhoben hielt, konnte mit einem einzigen Schlag all die glitzernde Pracht in sich zusammensinken lassen.

Der Mann, der sich leichtsinnig und gründlich verspekulierte, hatte sozusagen mehr Gläubiger als Haare auf dem Kopf.



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